Akustik im Büro – Eine ausgeglichene Geräuschkulisse schaffen

Die Arbeit am Computer erfordert eine hohe Konzentration. Kann man sich bei der Arbeit aufgrund des Lärms nicht richtig konzentrieren, erzeugt dies Stress. Wie man die Akustik im Büro optimieren kann, erfahren Sie hier.

Akustik im Büro – Oftmals eine Herausforderung

Die Akustik am Arbeitsplatz stellt häufig eine große Herausforderung dar. Nach wie vor wird die Büro Akustik in vielen Großraumbüros vernachlässigt und es kommt zu einer starken Belastung durch konstanten Lärm. Heute ist ein Großteil aller Erwerbstätigen im Büro beschäftigt, weshalb der Akustik im Büro deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Viele Menschen, die im Büro arbeiten, empfinden unerwünschte Geräusche oder gar Lärm als störend. Lärm ist damit ein Störfaktor, der sowohl die Arbeitsleistung als auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinträchtigen kann. Jede Investition in die Raumakustik im Büro ist damit eine Investition in Gesundheit, Zufriedenheit und Leistung von Mitarbeitern. Ist es vergleichsweise ruhig im Büro, können die Mitarbeiter zudem konzentrierter arbeiten. Es lohnt sich daher, die Raumakustik im Büro vor der Büroeinrichtung sorgfältig zu planen oder die Akustik im Büro nachträglich zu verbessern.

Wie hoch darf der Lärmpegel im Büro sein?

Es gibt im Grunde keine gesetzliche Regelung, die festlegt, wie hoch der Lärmpegel maximal sein darf. Wir nutzen als Maß für die Lautstärke den Schalldruckpegel. Diesen geben wir in Dezibel (dB) an. Nehmen wir Geräusche wahr, so sind dies eigentlich nur Schwingungen des Luftdrucks, die auf unser Trommelfell treffen. Im Gehirn werden diese Reize in Informationen umgewandelt. Die Energie der Schwingung entscheidet unter anderem, ob wir einen Ton als laut oder leise empfinden. Ist im Büro Konzentration erforderlich, sollte der Schalldruckpegel idealerweise zwischen 30 und 40 dB liegen. Als in Ordnung gelten Werte zwischen 40 und 45 dB. Liegen die Werte darüber, kann dies die Konzentration bereits stören. Insbesondere Gespräche werden als störend empfunden. Bei einer normalen Unterhaltung erreicht ein Mensch zwischen 40 und 60 dB. Hinzu kommt, dass das Gehirn Gesprächen automatisch folgen und Zusammenhänge erkennen möchte. Hier ist die Konzentration in mehrfacher Hinsicht geschwächt.

Bei der Planung der Akustik im Büro sollte der Dämpfung von Gesprächen besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Planen Sie die Büro Akustik so, dass ein Wert von 50 dB möglichst nicht überschritten wird.

Akustik im Büro – was kann ich bei einer lauten Geräuschkulisse im Büro machen?

Wenn Sie die Geräuschkulisse am Arbeitsplatz verringern möchten, stehen Ihnen unabhängig davon, ob Sie erstmalig Ihr Büro einrichten möchten oder vorhandene Möbel nutzen, verschiedene Möglichkeiten offen. Im ersten Schritt können Sie überprüfen, ob die hohe Geräuschkulisse mit Ihren Bürogeräten zusammenhängt. Sind Drucker, Computer und andere Geräte besonders laut, können diese durch geräuscharme Modelle ersetzt werden. Zu erkennen sind lärmarme Arbeitsgeräte beispielsweise am Umweltzeichen Blauer Engel.

Wenn Sie die Geräuschkulisse am Arbeitsplatz stört, Sie aber keine größeren Umbaumaßnahmen ergreifen möchten, um die Akustik am Arbeitsplatz zu verbessern, so gibt es einige Dinge, die schnell und günstig Abhilfe schaffen. Trainieren Sie Ihre Toleranz gegenüber Geräuschen. Versuchen Sie, störende Geräusche auszublenden. Mit etwas Übung kann es gelingen, dass Sie viele Geräusche als weniger belästigend empfinden. Alternativ können Sie den Lärm ausblenden, indem Sie selbst für eine Geräuschkulisse sorgen. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik oder Regengeräusche über Kopfhörer, wenn Sie sich dadurch besser konzentrieren können und dies in Ihrem Unternehmen erlaubt ist. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass Sie ganz oder zeitweise im Home Office arbeiten. Mit den richtigen Büromöbeln wie einem Schreibtisch und einem Bürostuhl schaffen Sie zu Hause einen funktionalen Arbeitsplatz.

Ist das alles nicht möglich, sprechen Sie Ihre Vorgesetzten auf den Akustikschutz im Büro an. Die Akustik am Arbeitsplatz kann durch verschiedene Maßnahmen optimiert werden. Mit einem vergleichsweise geringen Aufwand verbunden, ist das Aufstellen von Regeln im Großraumbüro. So kann beispielsweise mit allen Mitarbeitern vereinbart werden, dass das Smartphone nur vibrieren, nicht aber klingeln darf. Eine weitere Maßnahme kann die Einführung von Headsets sein. Solche Maßnahmen sind nur mit einem geringen Aufwand verbunden, erzeugen jedoch eine große Wirkung.

 

Welche Möbel können helfen für eine angenehmere Geräuschkulisse im Büro zu sorgen?

Es ist sinnvoll, Lärm an der Ausbreitung zu hindern. Trennwände oder spezielle Trennwandsysteme sind eine gute Möglichkeit, um für individuellen Sichtschutz zu sorgen. Es gibt spezielle Aufsätze für den Büroschreibtisch, die als Trennwand dienen können. Zudem können Sie Möbel wie Schränke und Regale als Sicht- und Lärmschutz zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen aufstellen. Auch gefüllte Schränke wie Bücherregale und Aktenschränke eignen sich für diesen Zweck. Sind die Möbel gut gefüllt, absorbieren diese den Schall besonders gut. Es gibt sogar spezielle Akustik-Möbel, die zur Verbesserung der Akustik im Großraumbüro beitragen können.

Sie können aber noch mehr tun. Achten Sie auf die richtige Aufteilung im Großraumbüro. Räume, in denen konzentriert gearbeitet werden muss, trennen Sie räumlich möglichst von Zimmern wie Aufenthalts-, Schulungs- und Konferenzräumen. Richten Sie spezielle Zonen für Besprechungen und Pausen ein. Gibt es in Ihrem Unternehmen Teams oder Mitarbeiter, die sich regelmäßig austauschen müssen, legen Sie deren Arbeitsplätze möglichst eng zusammen. Ziel einer optimalen Büro Akustik ist es, Mitarbeiter vor Gesprächen, die sie persönlich nicht betreffen, zu schützen.

Fazit

Wenn Sie die Raumakustik im Büro verbessern möchten, dann achten Sie bereits bei der Planung eines Großraumbüros auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen. Richten Sie bestimmte Zonen für Telefongespräche oder Gespräche allgemein ein und arbeiten Sie bei der Büroeinrichtung mit absorbierenden Materialien. Zudem sollten Sie Trennelemente im Büro verwenden. Dafür eignen sich beispielsweise die für die Büroorganisation wichtigen hohen Schränke und Regale. Zusätzlich können spezielle Trennwandsysteme für Sichtschutz und Akustikschutz im Büro sorgen. Am besten stellen Sie mit Ihren Mitarbeitern Großraumbüro Regeln auf, welche dazu beitragen, den Lärmpegel am Arbeitsplatz niedrig zu halten.

Experten Tipp: Bürobeleuchtung

Dimmbares Licht

Das Licht im Büro sollte sich den emotionalen Bedürfnisse des Mitarbeiters anpassen, deshalb sind verschiedene (LED-) Lampen sowie dimmbare Leuchtmittel mit der richtigen Farbtemperatur in Ergänzung zum Tageslicht ideal. Dies bewirkt eine höhere Leistungsfähigkeit und mehr Zufriedenheit bei der Arbeit.

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